UVUW: Kritik an Umweltminister

Für seinen Vorschlag, ein ökologisches Konjunkturprogramm aufzulegen, wird Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) nicht nur aus seiner Jamaika- Koalition kritisiert.

Auch der Unternehmensverband Unterelbe- Westküste (UVUW) zeigt Unverständnis für Albrechts Forderungen. Der Grünen- Politiker will Investitionen nach der Corona-Krise an Maßnahmen für den Klimaschutz koppeln.

„Die Unternehmen befinden sich voraussichtlich noch viele Monate im Krisenmodus. Es geht um nicht weniger als um die nackte Existenz, um den Kampf gegen die Zerstörung von Lebenswerken und den Absturz von ganzen Gesellschaftsteilen in Armut“, sagt der Verbandsvorsitzende Lutz Bitomsky. Albrecht habe mit seiner Forderung nur noch beispielsweise Unternehmen zu fördern, die auf nachhaltigen Tourismus setzten, die E-Ladesäulen vor Hotels stellen, die ihre Fuhrparks umstellen oder auf erneuerbare Energien setzten eine Diskussion über die derzeitige Prioritätensetzung angestoßen, so Bitomsky. „Die Unternehmen der Westküste haben sich als eine der ersten dem Klimaschutz verschrieben und das unternehmerische Potenzial nachhaltiger und ressourcenschonender Produkte und Innovationen erkannt.“ Der gemeinsame Kampf gegen den Klimawandel lasse sich nicht aufhalten. Für Bitomsky ist es eine Debatte zur Unzeit: „Die Politik sollte in dieser Zeit auf die Sorgen und Nöte der Mehrheit seiner Bürger hören. Dazu gehört nicht die Frage, ob man sich einen Tesla oder einen Verbrenner zulegt oder in eine E-Ladesäule investiert.“

Die Politik stehe in der Verantwortung, den aktuellen Problemen der Arbeitgeber zu begegnen und ihnen eine Zukunftsperspektive in dieser herausfordernden Zeit zu geben. Diskussionen über zukünftige ökologische Konjunkturprogramme würden diesem Ziel nicht dienen, erklärt Bitomsky. tst

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